Ich bin Tortula

Wovon ich noch erzählen wollte

Happy Valentinchen

Seit der Valentinstag in den 50er Jahren bei uns seine Renaissance erlebte, geht ein großer Teil der deutschen Bevölkerung davon aus, dass es sich dabei um eine Erfindung der Floristen und der Pâtissiers handelt. 

Nur wenige wissen, dass wir den Valentinstag in Erinnerung an den Bischof Valentin von Terni oder an Valentin von Viterbo begehen.

Ja, entweder oder. Da hapert es nämlich in der Geschichte zum ersten Mal. Nichts genaues weiß man mehr. Nur, daß diese beiden der Überlieferung zufolge das Martyrium der Enthauptung erlitten haben sollen. 

Als Todestag wurde der 14. Februar 269 angegeben. Im Jahr 469 soll von Papst Gelasius I. dieser Tag als Gedenktag für die gesamte Christenheit proklamiert worden sein. 

Ja, und da hapert es nun schon wieder. 469 war nämlich Papst Simplicius der Bischof von Rom. Gelasius I. trug diese Würde von 492 bis 496. Doch wie auch immer, 1500 Jahre später wurde der Gedenktag durch Papst Paul VI. aus dem römisch-katholischen Kirchen- kalender gestrichen.

Paul VI - Foto Wikipedia

Umstritten ist auch, in welchem Zusammenhang Valentin (welcher es denn auch immer war) zu den Liebenden steht. Verbreitet ist bis heute, dass am Valentinstag, bzw. um ihn herum, Ehepaare in Gottesdiensten gesegnet werden. 

Begehen wir also den Valentinstag mit Karten- und Blumengrüßen an die/den Liebste(n), aber auch an die liebe Freundin. 

Jeder nach seinem Gusto. Oder machen Sie es doch wie die Japanerinnen. Die schenken am Valentinstag ihrem Liebsten Schokolade. 

Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob die Edi-Japanerinnen, die in der 41 Ausgabe des Edi-Kompendium zu den Abonnenten kommen, sich auch an diesem Brauch beteiligen. 

Sollte Ihnen das Kompendium noch nicht bekannt sein, klicken Sie doch gleich hier. Da kommen Sie auch zu einem tollen Angebot für ein Schnupper-Abo.

Es gibt viele interessante Bräuche rund um den Valentinstag. Überwiegend haben Sie einen heidnischen Ursprung. Einige jedoch haben ihre Wurzeln im Christentum. Das Internet ist voll davon. Wer mehr davon wissen möchte, gebe bei Google als Suchbegriff „Valentinstag - Gebräuche“ ein. Sie werden überrascht sein, was es da alles so zu lesen gibt.

Noch weiter zurück als den Valentinstag, kann man den Benediktiner Orden verfolgen. Die Schwestern in der Zisterzienserinnenabtei Oberschönenfeld leben nach der Ordensregel des heiligen Benedikt. 

In den ehemaligen Wirtschaftsgebäuden des Klosters liegt seit 1984 das Schwäbische Volkskundemuseum Oberschönenfeld. Dort ist eine sehenswerte Dauerausstellung untergebracht. Aber auch die Sonderausstellungen sind abwechselungsreich und fallen, wie die Weihnachtsausstellung 2011, mit Glück genau in unser Sammlungs- gebiet.

Foto Gabo Richter

„Weihnachtsträume anno dazumal - Historische Spielsachen“ unter diesem Titel zeigt das Volkskundemuseum Puppen und liebenswerte Teddybären, Schaukelpferde, Puppenstuben. 

Gabo Richter hat diese Ausstellung besucht und ihre Eindrücke für Sie liebe Leser in Wort und Bild festgehalten. 

Bitte klicken Sie gleich hier oder direkt in die Schublade mit den Museumsberichten und erfreuen Sie sich an Gabos Bericht und den schönen Fotos. 

„Vielen Dank, liebe Gabo, dein Foto-Bericht ist super geworden“.
   

Foto: Andreas Brücklmair mit freundlicher Genehmigung des Volkskundemuseum

Mir bleibt jetzt nur noch Ihnen einen liebevollen Valentinstag und nur wenige Tage später eine tolle, bunte und fröhliche Karnevalszeit zu wünschen

Herzlichst und Doll(e) Grüße 

Ihre  Tortula

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