Rund um den Puppenherd
Text und Fotos: Stefanie Ludwig

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  • Klein (Durchmesser 10cm) wie groß (Durchmesser 26cm): Backformen (Städter/Allendorf) mit Sonnenblumen-Motiv für den kleinen wie für den großen Hausstand. Die Sylvia Natterer-Puppe aus dem Hause Götz hält die große Weißbleichform, „Annabelle“ von Ruth Treffeisen die kleine.

  • Eine der schon bei ihrem Erscheinen 1981 so herrlich altmodisch wirkenden „Brigitte“-Puppen backt Plätzchen. Die Puppenwerkstatt Wernicke in Dornstetten brachte in Zusammenarbeit mit der Frauenzeitschrift diese Reproduktion einer Schildkröt-Puppe von 1926 mit Cellidor-Kopf und Filzkörper heraus. Ausstechformen und Gitter von Städter/Allendorf, Nudelholz aus Porzellan und Holz von Konrad Arnold/Königsee i.Thür.

  • Eine Puppe der „biggi“/Waltershausen (um 1991) präsentiert ein Waffeleisen, 11,6cm von Zapfen zu Zapfen, Eisenguss, Anfang des 20.Jahrhunderts, Freilichtmuseum Hessenpark/Neu-Anspach. Die Zapfen sagen uns, daß noch ein Eisenring zu diesem Spielzeug dazugehörte, mit dessen Hilfe es so in die Feueröffnung der Herdplatte eines Kohlenherdes eingesetzt wurde, daß es um 180 Grad drehbar war, sobald die erste Waffelseite den erstrebten Bräunungsgrad erreicht hatte. Nicht für dünne, knusprige Waffeln ist das Gerät gedacht, sondern für „dicke“. Im aufgeklappten Zustand sind deutlich die regelmäßigen Vertiefungen zu erkennen, wie sie auch moderne elektrische Waffeleisen aufweisen. Die Rückseiten sind gekennzeichnet mit „Liliput“ und den Buchstaben „EAM“ im Kreis. Leider konnte keiner der befragten Fachleute daraus die Herkunft aus einer bestimmten Eisenhütte entnehmen.
  • Kohlekästen - alt und neu

    Aus Kohlekästen füllte man das Brennmaterial direkt in den Ofen. Sie waren also eine Art von Zwischenlager zwischen dem Anliefern der Kohle und ihrem Aufbewahren im Schuppen oder Keller einerseits und dem Verbrauch andererseits. Der alte Kohlekasten links im Bild wurde auf grünem Grund in Weiß und Rot bemalt, unter anderem mit Vögeln und Blütenranken. Er gehört zum Bestand Freilichtmuseums Hessenpark/Neu-Anspach. Das etwas größere neue Modell rechts daneben trägt auf kohlschwarzem Grund goldene Ornamente. Im Maßstab 1:50 wurde es von Bodo Hennig nach einem Original von 1920 gestaltet.

  • Drahtkörbchen mit Besteck für den Puppentisch. Riesige Mengen davon wurden von Wilesco/Lüdenscheid in die USA exportiert und halfen dem 1912 gegründeten Unternehmen auf diese Weise über die Weltwirtschaftskrise hinweg.
  • Kuchenrost, Mehlsieb und Gurkenhobel (14,5cm hoch) haben schon ein langes Spielzeug-Leben hinter sich.

  • alt und neu: 
    Mandelmühle und Spritzgebäckmühle (Wilesco/Lüdenscheid)
  • Fleischwolf (12,5cm)

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