Trachtenmuseum Haslach - aber nicht nur Bollenhüte

Ein Fotobericht von Sigi Ulbrich

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Das Kloster, bzw. das Museum ist gut zu erreichen, sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln, als auch mit dem PKW. 

Der sehr schön angelegte (mit angenehm großem schatten- spendendem Baumbestand) Parkplatz fasst 57 Autos.

Während diese dort kostenlos abgestellt werden, können die Insassen ganz entspannt durch das Museum bummeln. Im Erdgeschoss des Gebäudes befindet sich das städtische Verkehrsamt, was zusammen mit dem Museum eine prak- tische Symbiose bildet. So kann man sich gleich noch umsehen, was man sonst noch in der Gegend ansehen sollte.

Das Museum ist weitestgehend barrierefrei zu begehen. Ein Fahrstuhl bringt gehbehinderte Menschen in den Konvents- trakt hinauf, eine höhere Schwelle ist mit einer Rampe versehen. Bedingt durch die räumliche Enge der Zellen ist das rangieren mit Rollstuhl oder Rollator jedoch nicht immer ganz einfach, aber absolut machbar.

Ausgesprochen interessant fand ich gleich in der ersten Vitrine die „ Druckplatten
“. Ob sie wohl wirklich so heißen?

Das alte Foto zeigt den Färbermeister Hansjakob beim Drucken der Stoffe. Der Name der Familie Hansjakob wird häufiger im Zusammenhang mit der Klostergeschichte erwähnt und ist auch mit der der Stadt sehr verwoben. 

Sehr schön fand ich die Vielfalt sowie die Aussagekraft der Gesichter der Puppen. Die sind nicht null acht fünfzehn. Sie wurden liebevoll für dieses Museum gefertigt.

Das Schwarzwälder Trachtenmuseum
in Haslach im Kinzigtal
Stadt Haslach
Am Marktplatz 1
77716 Haslach im Kinzigtal
Telefon 07832/706-0
Fax 07832/706-119
E-Mail stadt@haslach.de

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Entrittspreise:

Erwachsene 2,00 € 
Erwachsene mit Gästekarte, Studenten, Schüler und Schwerbehinderte (mit Ausweis) 1,50 €

Schulklassen und Schwerbehindertengruppen 
pro Person 0,50 €

Familienkarte 4,00 €

Öffnungszeiten:

01. April bis 15. Oktober
Dienstag bis Sonntag
10.00 - 12.30 Uhr
13.30 - 17.00 Uhr

16. Oktober bis 31. März
Dienstag - Freitag
10.00 - 12.30 Uhr
13.30 - 16.00 Uhr

Während der Winteröffnung ist an Feiertagen geschlossen und im Januar ist nur nach Vereinbarung geöffnet.

Doch nun zu den Trachtenvitrinen.

Obwohl sie am Ende der Ausstellung gezeigt werden, beginne ich mit der großen „Narren-Vitrine“. Die Masken aus der schwäbisch-alemannische Fasnet sind ganz sicher nicht jederfrau und/oder jedermann geläufig - mir waren sie es jedenfalls nicht. 
Daher habe ich ein wenig recherchiert und kann Ihnen die Masken jetzt ein wenig näher bringen. Schwäbisch-alemannische Fastnacht gehört zum Kulturerbe der UNESCO - In diesem Sinne:

„Narri-Narro“

Sie können jedes Vorschaubild durch anklicken vergrößern:  

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Zu den Bildern

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Schellenhansel


Stadthexe (Furtwangen) – zu dem Kostüm gehört eine Holzmaske (Scheme) und natürlich ein Hexenbesen, ein dunkler langer Rock, Schürze und Strohschuhe. Die Figur der Hexe wird überwiegend von jungen Burschen getragen, die in dieser Verkleidung ihren Schabernack veranstalten. 

Spättle 

Nussschalenhansel 

Haselnarro (Haslach) – Sein grün, gelb und braun gehaltenes Gewand soll an die Farben einer Haselstaude erinnern. Als Kopfbedeckung und Maskenabschluss dient ein großes Haselnussblatt aus grünem Filz. Zum Haselnarro gehören außerdem eine dunkelbraune Hose und Strohschuhe sowie ein in der Hand getragener kleiner Schellenbaum mit Holzhaselnüssen.

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Spättle
(Furtwangen) – vom Ursprung waren diese Kostüme aus kleinen Stofffetzen, die einzeln umhäkelt und dann auf die Kleidung aufgenäht wurden. Heute sieht man überwiegend Kostüme aus bunten Filzstücken. Zum Kostüm gehört eine Scheme, ein Fuchsschwanz, ein Geschell und eine Geißel.

Nussschalenhansel (Haslach) - er trägt ein Häs (Kostüm) aus grünem Gminder Leinen, der über und über mit 2 – 3000 Nussschalen benäht wurde. Seine „Mütze“ nennt man Gugel. Das Handgerät ist eine Streckschere. Sie ist auch bei anderen Narrenzünften der schwäbisch-alemannischen Fasnet in Gebrauch. Sie dient dazu, das Gminder Leinen zuzuschneiden, meistens aber um das Publikum zu necken. Zu seinem Kostüm gehört aber auch eine Saubloder (Schweinsblase).

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Hemdglunker
(Haslach). Das Häs ist ganz einfach gehalten, ein weißes Nachthemd, mit Schlafmütze, Unterhose, Ringelsocken und rote Halstücher, diese werden durch eine hölzerne Brezel gehalten. Sie wurde als markantes Symbol der Haslacher Hemdklunker kreiert.

Fäßlemann (Haslach) - ein Mitglied der Ranzengarde. Es ziert ihn eine lange Holznase. Er ist bewaffnet mit einer Hellebarde. Der Tschako ist in den Farben Weiß und Rot gehalten. Eine weiße Halskrause, ein weißer Fassdeckel aus Pappe, weiße Hosen und schwarze Schaftstiefel sowie weiße Manschetten und Handschuhe vervollständigen die "Uniform" des Ranzengardisten. Übrigens, in dem Faß steckt nicht nur der Gardist. Dort befindet sich auch ein Behälter – üblicherweise mit köstlichem Wein befüllt. Über den kleinen Hahn an seinem Faß kann er während des Umzugs sich und andere „stärken“

Hornberger Horn (Hornberg) ist eine Maske die Angst und Schrecken verbreitet. Sie erinnert an zwei Brüder, die im 14. Jh. als Raubritter hinter dieser Maske versteckt im Schwarzwald ihr Unwesen trieben. Das Häs ist in schwarz mit roter Rüsche, an deren Zipfeln Schellen hängen. Ein Merkmal ist die von allen “Hörnern” getragene Gabel, dem sog. Dreizack oder Trischal.

[ 4 ]
Spättle


Schellennarr – Schellenhansel – Schellennarri – Schellennarro. Er trägt ein kunstvoll bemaltes Kostüm. Jede Zunft hat da ihre eigenen „Gemälde“. Zum Kostüm gehört eine Holzmaske, eine Schellenrolle und ein Besen.

Schuttig (Elsach) –das Häs ist ein roter zotteliger Anzug mit grünem Halstuch. Auf dem Kopf trägt er einen großen als Dreispitz geformten Strohhut, der mit Schneckenhäusern besetzt ist. An den spitzen Enden sitzen große rote Bollen aus Wolle oder Papier. In der Hand trägt er einen Hagenschwanz mit Saublodere oder auch eine Streckschere. Der Schuttig nimmt niemals seine Holzmaske in der Öffentlichkeit ab.

Und nun geht es endgültig zu den Trachten

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