Stefanie Ludwig

Weihnachten im Puppenhaus

von Stefanie Ludwig

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Weihnachten im Puppenhaus

In den Jahren, als das Hessische Puppenmuseum ein ferner Traum war und Gertrud Rosemann mit Ehemann und vier Söhnen und zunächst deren Spielzeug (das sich bald unheimlich vermehren sollte) in einer nicht gerade großen Wohnung lebte, war das große, selbstgebaute Puppenhaus Teil des Familienlebens - d.h., die Jahreszeiten mit ihren Festen, Geburtstage und ähnliche Ereignisse wurden im Kleinen nachgebaut und nachgespielt.

Foto: Hessisches Puppenmuseum

Noch heute wird im Museum diese Tradition fortgesetzt; pünktlich zum 1.Advent erstrahlt das Puppenhaus in weihnachtlichem Glanz
Zum 1. Advent erstrahlt das Puppenhaus in weihnachtlichem Glanz
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Vielleicht etwas zurückhaltender, aber doch vergleichbar werden viele erwachsene Puppenhausbesitzer mit ihrer kleinen Welt umgehen. Advents- und Weihnachtszeit bilden in diesem Kreis einen absoluten Höhepunkt - einen Höhepunkt, zu dem Miniaturisten oder begabte Amateure mit Wonne Zubehör beisteuern. Lassen Sie sich durch diesen Bilderreigen verführen oder doch zumindest erfreuen.

Weihnachtsbaum

Ohne ihn geht es nicht, ohne ihn gibt es kein Weihnachten: der Christbaum, der nahezu weltweit zum Symbol für dieses Fest geworden ist. 

Das Exemplar, das in unserer Gegenwart am leichtesten zu beschaffen ist und das es sicher auch deswegen zu der Rekordzahl von mehr als einer Million verkaufter Stück weltweit gebracht hat, ist das aus dem Hause Playmobil. Zunächst als „gemeine Tanne“ im grünen Gewand kam der Baum erstmals 1993 auf den Markt innerhalb der Packungen „Jägerstand“ und „Waldarbeiter“, geschmückt und mit oder ohne Beleuchtung (mittels Batterie) dann 2001 („Weihnachtsabend“) und 2003 („Nikolausabend“). Die letztgenannte Packung
Weihnachtsbaum von Playmobil, 2003, 9,7cm hoch
war ein Adventskalender und auch in denen der Folgejahre gehörte der Baum häufig zum Inhalt. Außer als Bestand einer Packung war er erstmals 2002 im Direktversand zu haben.

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Filigraner gearbeitet, aber ebenfalls aus Kunststoff: der 13cm hohe Weihnachtsbaum von Bodo Hennig. Mit oder ohne batteriebetriebe Beleuchtung konnte man ihn problemlos in jenen „Goldenen Jahren“ in fast jedem guten Spielwarengeschäft erwerben, als das Wildpoldsrieder Unternehmen Marktführer in Sachen „Puppenhaus“ und „Puppenhauszubehör“ war. Heute, wo „Bodo Hennig“ eine der Marken unter dem Dach von nic/Laupheim ist, gehört der Baum nicht mehr zum Sortiment.

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Und sonst? Beim Stöbern kann man auf allerlei alte (aus gefärbten Gänsefedern) und neue Christbäume aus unterschiedlichen Materialien, z.B. Glas oder Wachs) stoßen – aber Suchen, das muss man!

Die erzgebirgische Firma Wendt & Kühn stellte in diesem Jahr als Neuheit einen hölzernen Baum vor, zurückhaltend gestaltet mit Kerzen und einem goldenen Stern als Spitze (s. rechts). 

Mit seiner Größe von 7,2cm passt er hervorragend in eine Puppenstube, vor allem, wenn man ihn nicht auf den Fußboden, sondern auf einem Tisch oder auf einer Kommode platziert.


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Puppenhausmann überreicht seiner Herzallerliebsten Schmuck. Bäume: Brigitte Lohrmann, Puppen: Erna Meyer, Granatschmuck: Ursula Stürmer
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-„Alle reden vom Wetter“ – auch der gabenbringende Weihnachtsmann hat damit so seine Probleme! Weihnachtsdisplay in für Puppenstubenkinder passender Spielzeuggröße: Modelleisenbahnzubehör in HO von Busch, 1999, Sockellänge 10,3cm
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Beleuchtbarer Weihnachtsbaum von Playmobil, 2001, 12cm ohne und 14,6cm mit Tisch
(Packung = Bild 4)
Weihnachtsbaum von Playmobil, 2003, 9,7cm hoch
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Arbeitsplatz eines Christbaumschmuckdesigners. Baum aus Kristallglas: Swarovski. Tisch, Hocker, Stuhl, Nußknacker, Adventskranz: Bodo Hennig. Puppe: Erna Meyer. Computer und anderes Bürozubehör: Selecta. Kleiner Weihnachtsmann: Richard Mahr. Christbaumkugeln: Hedwig Tollkühn
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Noch ein gläserner Weihnachtsbaum, hier „vor der Lampe“ gestaltet von Jens Müller-Schmoß. Puppe: Erna Meyer. Bank und Fußboden: Bodo Hennig. Patchworkdecke: Renate Thielecke. Rauschgoldengel: August Pese. Nachziehspielzeug: Flade & Wiltner. Bunter Teller: Ursula Stürmer

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